Energiemanagement nach ISO 50001:2018 – Ab 2020 Grundlage für Audit

Energiemanagement umfasst neben strukturellen vor allem technische Maßnahmen, um die Verteilung der Energie zu optimieren, die Effizienz zu steigern und den Energieverbrauch nachhaltig zu senken. Unternehmen, die eine Zertifizierung nach ISO 50001 anstreben, müssen bestimmte Anforderungen hinsichtlich der Überwachung, Messung und Analyse von Energiedaten erfüllen. Ab 2020 ist die im Jahr 2018 überarbeitete Norm (ISO 50001:2018) verbindliche Grundlage für Auditoren, die ermitteln, inwieweit das Energiemanagementsystem des Unternehmens die Kriterien für eine Zertifizierung erfüllt.  

Über die ISO 50001

Mit der ISO 50001 hat die International Organization for Standardization (ISO) Kriterien definiert, die auf eine nachhaltige Nutzung von Energie abzielen. Die Norm gilt als internationaler Standard und gewinnt nach einer regelrechten Flut an Zertifizierungen im Jahr 2016 weiterhin an Bedeutung. Die letzte Aktualisierung (ISO 50001:2018) enthält gegenüber der vorhergehenden Version aus dem Jahr 2011 noch präzisere Anforderungen in Hinblick auf die Überwachung, Messung und Analyse von Energiedaten.

Immer mehr Unternehmen setzen auf zertifiziertes Energiemanagement

Die International Organization for Standardization führt jährlich eine Umfrage (ISO Survey) zur Ermittlung der Anzahl vergebener Zertifikate durch. Einen großen Zuwachs verzeichnen seit 2015 jene für Energiemanagement. Innerhalb eines Jahres war ein Plus von 69 Prozent zu verzeichnen¹.  Laut der aktuellen Studie aus 2018 wurden im letzten Jahr allein in Deutschland mehr als 35.000 Zertifikate für Energiemanagement vergeben². In Österreich sind Unternehmen ab 250 MitarbeiterInnen verpflichtet, ein externes Energieaudit durchführen zu lassen oder ein zertifiziertes Energie- oder Umweltmanagement-System zu betreiben.³ 

Welche Anforderungen enthält die ISO 50001:2018?

Die ISO 50001:2018 enthält Forderungen, wie die energetische Leistung und Effizienz des Energieeinsatzes verbessert werden kann. Das Betrifft die Messung von Energieverbrauchsdaten, ihre Überwachung und Analyse. 

Kontinuierliches Messen von Daten als neue Herausforderung

Verschärft haben sich die Anforderungen nach der grundlegenden Überarbeitung der Norm im Jahr 2018 vor allem in Hinblick auf die kontinuierliche Datenmessung im Sinne eines Energiedatensammelplans. Das bedeutet, dass statt der einmaligen Erfolgskontrolle von Einzelmaßnahmen eine fortlaufende Messung und Auswertung der Energiedaten erfolgen muss.

4 gute Gründe für ein systematisches Energiemanagement

Es gibt viele Gründe für ein Energiemanagement nach ISO 50001. Unternehmer sind mit steigenden Energiekosten konfrontiert, die sich in den Zahlen niederschlagen. Aber nicht nur das. Nachhaltiges Handeln, auf die Umweltsituation entsprechend reagieren und im Unternehmen ein neues Bewusstsein für einen effizienten Umgang mit Ressourcen zu schaffen sind weitere Aspekte, die für die Einführung eines systematischen Energiemanagements sprechen. 

  • Gründe für ein systematisches Energiemanagement

Welche Rolle spielt die Druckluft im Energiemanagement? 

Ein Energiemanagementsystem setzt sich aus verschiedenen Komponenten und Lösungen für die Erfassung und Analyse energiebezogener Daten zusammen. Die Druckluftüberwachung ist eine wesentliche Maßnahme, die im Zuge der Einführung und Erweiterung eines Energiemanagementsystems mit einem relativ geringen Investitionseinsatz zu einer stabilen Kostenreduktion führen kann. 

Druckluftüberwachung macht undichte Stellen (Leckagen) im Druckluftsystem sichtbar. Sie liefert regelmäßig vergleichbare Daten zum Druckluftverbrauch und ist damit unverzichtbar für die Erarbeitung von Entscheidungsgrundlagen für die Energiemanagement-Planung. 

Wichtige Maßnahme: Leckageortung mit thermischen Durchflussmessern

Wenn Schläuche oder Rohre undicht sind, entweicht Druckluft meist unerkannt. Mit kostenintensiven Folgen: Die Kompressor-Laufzeit verlängert sich um den Druckluftverlust auszugleichen. Der Energieverbrauch steigt, ohne die Ursache zu kennen. 


Eine Maßnahme, die sich bereits nach kurzer Zeit amortisiert, ist die Installation von thermischen Durchflussmessern. Diese werden an den Leitungen des Druckluftsystems montiert, um den Volumenstrom in der Druckluftleitung zu messen. Jede noch so kleine Schwachstelle im Druckluftsystem wird damit aufgespürt und kann frühzeitig behoben werden. 

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