Richtig Lüften – wie CO2-Ampeln dabei helfen können

Richtiges Lüften sorgt für eine bessere Leistungsfähigkeit und reduziert das Risiko einer viralen oder bakteriellen Infektion in Innenräumen. Was aber heißt richtig lüften? Wie oft und in welchem Ausmaß sollten Fenster geöffnet werden und wie kann man sicher sein, dass tatsächlich ausreichend und richtig gelüftet wurde? CO2-Ampeln messen den CO2-Gehalt der Raumluft und signalisieren, wann es Zeit ist zu lüften. 

Aerosole: Warum richtiges Lüften in Büros und Klassenzimmern gerade jetzt wichtig ist

Aerosole, auch Schwebeteilchen genannt, sind mikroskopisch kleine und für das Auge unsichtbare Partikel, die mit der Atemluft ausgeschieden werden. Abhängig von ihrer Größe können sie mehrere Stunden oder sogar Tage in der Luft verbleiben und Viren enthalten. Da das Luftvolumen in Innenräumen beschränkt ist, breiten sich Aerosole rasch auf den gesamten Raum aus. Somit erhöht sich auch das Risiko, sich mit einem Krankheitserreger zu infizieren, wenn sich mehrere Menschen in einem Raum aufhalten. Eine wichtige und wirksame Maßnahme zur Minderung des Infektionsrisikos ist das richtige Lüften.  

Richtig Lüften – so geht’s:

  • Wie wird richtig gelüftet? 
    Am schnellsten und effektivsten gelingt der Luftaustausch, wenn gegenüberliegende Fenster zur gleichen Zeit geöffnet werden. Die Querlüftung ist in der Praxis jedoch nicht immer machbar. Auch das Stoßlüften mit mehreren weit geöffneten Fenstern ist wirksam, vorausgesetzt die Fenster bleiben einige Minuten lang offen. Kippen ist –  auch über einen längeren Zeitraum hinweg –  nicht zielführend. 
     
  • Wie oft sollte gelüftet werden?
    Grundsätzlich gilt, je mehr Menschen sich in einem Raum befinden, desto häufiger sollte gelüftet werden. Die CO2-Konzentration steigt in Räumen mit hoher Personendichte rasch an. Je höher der CO2-Gehalt, umso geringer ist der Frischluftanteil der Raumluft. Damit erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit einer Infektion durch Aerosole. Daher sollten Besprechungsräume/Büros und Schulklassen in regelmäßigen Intervallen und vor allem richtig gelüftet werden. Wann und wie lange gelüftet werden sollte, ist von der jeweiligen Raumsituation und -belegung abhängig. Eine CO2-Ampel hilft dabei, die Lüftungsnotwendigkeit individuell zu beurteilen.
     

Eine CO2-Ampel zeigt an, wann richtig gelüftet werden sollte

CO2-Ampeln zeigen an, ob richtig oder falsch gelüftet wurde und vor allem, wann wieder Zeit für den nächsten Luftaustausch ist. Laut der Kommission Innenraumlufthygiene (IRK) am Umweltbundesamt kann das Lüftungsverhalten durch die Messung des CO2-Gehaltes in der Luft beobachtet und richtig gesteuert werden¹.  

Bei einem CO2-Wert von über 1.000 ppm wird die Raumluft beispielsweise in Büros als unangenehm empfunden. Das bringt nicht nur Kopfschmerzen und Konzentrationsschwäche mit sich, sondern auch eine stärkere Belastung durch Viren. 
Zeigt die CO2-Ampel einen Wert kleiner als 1.000 ppm (0,1 Vol-%) an, ist das ein Zeichen dafür, dass die Luft „hygienisch ausreichend“²  gewechselt wurde. 

 

Erfahren Sie hier mehr über CO2-Ampeln »